Wie schön Du das gesagt hast! Ja, gute Impulse fürs Leben ...
Apropos Schundliteratur:
Dieser Begriff war natürlich bei uns immer dann ganz flott im Munde, wenn es um westdeutsche, kapitalistische Literatur ging. All das, was von "drüben" kam, war zu meiden. Ganz besonders verpönt waren ja dabei die "Groschenromane", also die Liebes-Roman-Heftchen, die man hier nur "Schundliteratur" nannte.
Nicht natürlich unter uns (damals) Jugendlichen. So einige wenige gelangten auch schon mal in meine Hände. Aber nur ganz heimlich - unter der Hand - durfte das geschehen. Auch in der Schule wurden wir aufgeklärt, dass diese Heftchen nur "Schundliteratur" seien, wo es um kapitalistisches Gedankengut und Lebensarten geht, die zu verwerfen sind. Arm kriegt reich, Ellenbogengesellschaften......undso...!Das passte so gar nicht ins sozialistische Weltbild, das wir verinnerlichen sollten!
Übrigens: Wenn ich heutzutage hier ins Altenheim gehe, dann staune ich immer wieder, wie interessiert die uralten Leute noch heute genau diese Art "Schundliteratur" bevorzugt und mit Begeisterung lesen! Die haben dort Berge dieser Heftchen!
Ansonsten: Ich las stets nachts unter der Bettdecke bei Taschenlampenschein. Immerhin lag ja meine Mutter neben mir, die mir das natürlich verboten hatte.
Aber - wenn man doch wissen muss, wie s weiter geht!
Ich hab in den Betriebsbibliotheken meiner Mutter mir monatlich 4-5 Bücher ausgeliehen. Das war ne feine Sache!