Beiträge von Knoll im Thema „Bücherecke“

    Vor 2 Monaten starb auf Sizilien der Boxer Graciano Rocchigiani.

    Nun erscheint eine erweiterte seiner Biographie " Rockc, unbeugsam bis zur letzten Stunde" mit Gastbeiträgen u.a. von Till Schweiger, Heiner Lautrbach, Henry Madke und Dariusz Michalczewski sowie einem Beitrag seiner Tochter Janina, die schildert, wie sie ihren Vater durch den Alkoho gewonnen, aber auch verloren hat.

    Das Buch ist ab Montag im Handel ( Riva-Verlag, 512 Seiten, 19,99 Euro).

    Na Boxfans, interessiert?

    ....suchen nach einem Thread.

    Hatten wir nicht einen, bei dem es ums Lesen / Bücher ging ?

    Seis drum, mach ich einfach mal hier mein "schreibilie" --- kann man ja dann in den passenden Thread verschieben. (habe es hierher verschoben LG Tommy)

    Büchertipp:  "der Weg durch die Wand" von Robert Gernhard

    Morgen ist Tag des VORLESENS und ein Kommentar dazu hat mich nachdenklich gemacht ---- und auch ein wenig traurig.

    Vielleicht weiß Uli dazu eine Prozentangabe. Es gibt abertausende von Kindern, die nicht (richtig) lesen können, es gibt abertausende von Kindern, bei denen es zu Hause gar keine Bücher gibt; es gibt abertausende von Kindern, denen noch niemals vorgelesen wurde.

    Was für eine "Verschwendung" von Phantasie, die nicht zum tragen kommt, weil sie nicht "erweckt" wird.

    Ich bin zeitlebends ( also nach erlernen des Lesens) ein Büchernarr --- Bücher gehören zu meinem Leben einfach dazu. Erweckt wurde diese "Leseliebe" auf dem Immenhof durch meinen Lehrer, den Roth-Bernsteins und meine Erzieher "Muschka" Marlordy und Frl. Schwarzmann, die spätere Frau Eichhorn (?).

    Im Moment habe ich grade "der Weg durch die Wand" von Robert Gernhard vor der Brille", ein Jugendbuch, prämiert mit dem Jugendliteraturpreis.

    Eine Würdigung lautet: " Robert Gernhardt erzählt, erfindet seine Geschichten zu den ebenso geheimnisvollen und realistischen Bildern, die Almur Gernhardt gemalt hat, ...., das ist Phantasie, die direkt "durch die Wand geht", Phantasie, die aus dem geringsten Anlaß "anspringt" und ihre eigne Welt schafft ( Deister umd Weserzeitung).

    Bin bei der Lektüre viel am schmunzeln und fühle mich zurückgesetzt in eine vergangene Zeit.

    Knolli, die bebrillte Leseratte

    Bei diesen Temperaturen abends schön muckelig auf dem Sofa liegen und wenn in der "Klotze" nichts interesantes läuft und man auch keine Lust zum "chaten" auf der Immeseite hat ----wat tun ?

    Lesen !!!

    Hier mal wieder ein Buchtip:

    Wir sind dann wohl die Angehörigen

    Johann Sheerer, Piper Verlag

    Erster Satz: "Die Eisbahn ist voll, die Vögel zwitschern, der Frühling liegt in der Luft, aber wir können die Schönheit nicht erkennen."

    Worum geht es? Johann Scheerer erzählt auf mitreißende Weise von den 33 Tagen rund um Ostern 1998, als sich sein Vater Philipp Reemtsma in den Händen von Entführern befand und kaum Hoffnung bestand, ihn lebend wiederzusehen.

    Wie erträgst du die Sorge, das Warten auf Nachrichten. Wie fühlt ein Teenager, wenn jederzeit alles passieren kann?

    Fazit / Kritik: "Berührend, wie Scheerer sich in dieser Zeit in seiner Sorge um den Vater zwischen kindlicher Liebe und jugendlichem Trotz und Schuldgefühlen aufreibt."

    ( aus: Literaturkritik (BILD) )

    Die Urlaubszeit steht vor der Tür und der ein oder andere überlegt, welches Buch er mit auf Tour nimmt --- Krimi, Biographie, Historie und und und....................
    Hier meine Buchtipps von Peter Bache´r:
    "Geschenk des Lebens" und "Lob des Alters" ( Verlag LangenMüller).
    Peter Bache´r, Anfang Mai 90 Jahre jung geworden, ist Bestellerautor, war über 60 Jahre Journalist und seine Kolumne erscheint jeden Samstag in der "BILD" --- die Kolumne ist absolut lesenswert.
    Ich verrate extra nicht mehr :aetsch: , will Euch ja neugierig machen :jau:

    Verdammisch noch mal :ohnoo: Tommy. Jetzt habe ich mir doch wieder eine "ungesunde" Weinschorle gemixt, anstatt den gesundleckeren Roten zu schmecken und der edlen Spenderin beim "schlürfen" inbrünstig zu danken. Wenn´s recht ist, laß ich den gesunden Roten "atmen" und verköstige ihn morgen.
    Ich fände es große Klasse, wenn Du einige Pasagen dieses Buches hier auf die Seite bringen würdest-----bietet bestimmt einen guten Anlaß zum regen Meinungsaustausch.
    Ob dies dann der richtige Thread ist, bleibt abzuwarten.
    Auf alle Fälle, so meine ich, ist es ein wunderbarer "Anschluß" auf das Tagebuch von Frau Astfalk, welches Du letztes Jahr hier auf der Seite reingesetzt hast.
    Ich freu mich jetzt schon und sage Dir schon mal: lieben Dank!!!!!!!!!!
    der Knolli :kiss::emo:

    Mein liebes Aachner Schnatterienchen, natürlich stelle ich nur meine eignen!!! Bücher zurück ins Regal, aber andersrum auch wieder richtig erkannt mein Bücherstapeln.
    Wir haben hier einen öffentlichen Bücherschrank und da schau ich so oft wie möglich "rein". Wenn das Glück mir hold ist, werde ich fündig --------- etwas für meinen Stapel, aber auch mal ein Buch, bei desem Titel und mal kurz anlesen mir jemand einfällt, dessen Gusto dieses Buch ist ( nach meinem Gusto). Das wird denne mitgenommen und verschickt. Und ich packe auch von mir Bücher in den Schrank und freue mich, wenn es einen "Abnehmer" gefunden hat.
    Hamsterbacke gibt also auch "durchgekautes" ab, in ordentlichem Zustand, versteht sich.,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,, Emotion_jau

    Guter Gedanke, Tommy, aber bestimmt nicht so einfach durchführbar.
    Ich z.B. habe die Angewohnheit, ein Buch, das mir gefallen hat, wieder zurück zu stellen, um es zu einem späteren Zeitpunkt nochmals zu lesen. Hab mich da zum Hamster entwickelt.
    ein Gerneleser

    Als Jürgen von der Lippe Fan mein Buchtip:
    .........."Der König der Tiere"
    Er beschreibt darin menschliche Macken und Marotten, teilweise frivol, teilweise hintergründig und ist bestimmt ein Spaß für denjenigen Leser, der kaputt von der Arbeit kommt, den das Fernsehprogramm nicht interessiert, sich Musik anmacht, auf dem Sofa gemütlich liegt und einfach nur entspannen möchte.
    Aber es ist natürlich auch ein Buch für alle anderen Lebenslagen. Ob ich es mir zulege, weiß ich noch nicht, aber ich hab schon viel gutes gehört und wollte meine Neugier mit euch teilen.
    der Knolli

    Nein Tweety, hatte von dem Buch aus dem TV erfahren und dazu einen Bericht gesehen, der den Hund und "seine Familie" in Norwegen zeigten.
    Im Moment habe ich Erich Kästner´s "der Gegenwart ins Gästebuch" am Wickel und versuche mich, da reinzufinden. Kleines Beispiel gefällig?
    ....An die Maus in der Falle,,,
    (oder Freiheit und Christentum)
    Du rennst im Kreis und suchst ein Loch?
    Du rennst umsonst! Begreiff es doch !
    Besinn dich !
    Ein einz´ger Ausweg bleibt dir noch:
    geh in dich !
    :uh::uh:

    Ein Tip speziell für unsere Hundefreunde, aber auch für alle anderen:
    ..............ARTHUR
    Norwegischer Extremsportler füttert während einer Equadortour einen herrenlosen Hund und "wird ihn nicht wieder los"
    - die wahre Geschichte des Norwegers Mikael und des Hundes Arthur -
    wenn ich es richtig mitbekommen habe, ganz oben in der Bestellerliste; Pläne für eine Verfilmung sind in vollem Gange.
    :wiwi:
    ein Bücherwurm

    "Bücher sind nur dickere Briefe an Freunde" meinte Jean Paul und "Briefe sind nur dünne Bücher für die Welt"setzte der Spruchautor fort.
    Dieser Vergleich des Romanciers Jean Paul klingt sehr schön, den wer möchte nicht mit dem Lieblingsautor/ Lieblingsschriftstellerin "befreundet" sein und wer erhält nicht gerne Briefe?
    Doch so hat es der Autor wohl garnicht gemeint, es geht eher um seine persönliche Schreibhaltung. Sie soll möglichst entspannt und ungekünstelt sein.
    In einem Roman wird eine Geschichte erzählt und zwar am besten wie in einem freundschaftlichem Brief. Umgekehrt sollten Briefe mit so viel Sorgfalt für Form, Grammatik und Ausdruck verfaßt werden, das sie genauso gut als Bücher veröffentlicht werden könnten.
    Und genau das geschah ja über Jahrhunderte der Literaturgeschichte immer wieder.
    Was können wir heute, da wir ja kaum noch Briefe schreiben, daraus lernen?
    Mehr Sorgfalt beim Twittern? Weniger schnell auf "senden" drücken, wenn eine E_ Mail in die Welt gehen soll? Vielleicht gelegentlich unsere Hand zum Schreiben animieren? Statt immer nur zu tippen und zu tipseln?
    Oder gar: am Urlaubsort eine waschechte Ansichtskarte zur Post bringen?


    Irgendwie, als ich das eben schrieb, kam mir WRB in den Sinn, kann das garnicht erklären????!!!!????

    Ja, Johanna, ich war auch erstaunt, als ich es in der Zeitung las, fand die Aktion aber herlich.
    Du weißt ja: Kinder sind kreativ! Und wenn die Erwachsenen nicht mehr "richtig" und ohne zu murren zuhören können, müssen halt die Hunde "herhalten!"

    Im estnischen Tartu lesen Kinder ihren Hunden laut vor.
    Das Projekt in einer öffentlichen Bücherei soll ihre Lesefähigkeit steigern und ihr Selbstbewußtsein stärken.
    Hunde seien "ruhige Zuhörer" und -- anders als Menschen -- " nie kritisch, wenn ein Kind beim Vorlesen einen Fehler macht".
    Die Zuhörer sind Tentel, ein langhaariger Afghane, der Golden Retriever Elli und der Neufundländer Leero.

    Habe heute in unserem öffentlichem Bücherschrank ein wundervolles Buch gefunden.
    Titel: "was du gibst, macht dich nicht ärmer"
    Voll Neugier blätterte ich im Buch und fand folgendes:
    " Auf welchen Planeten bin ich gefallen?" fragte der kleine Prinz.
    " Auf der Erde -- du bist in Afrika" antwortete die Schlange.
    " Wo sind die Menschen?" fuhr der kleine Prinz endlich fort. " Man ist ein bißchen einsam in der Wüste ..."
    " Man ist auch bei den Menschen einsam!" sagte die Schlange.


    ( aus: der kleine Prinz )

    Mir geistert dieser Ausdruck " Schundliteratur" durch den Kopf und es hat mich schon sehr beeindruckt, wie gefühlvoll Tommy geschildert hat, wie sehr sie dieses Wort verstört hat. Auch Annegret hat sehr anschaulich berichtet, wie sie trotz Verbote immer wieder gelesen hat. Nun hab ich mich, weil mir dieses Wort nicht aus dem Kopf ging, mal mit einer Person unterhalten, um eine Erklärung zu finden; ob diese dann richtig ist, vermag ich nicht zu entscheiden. Dieser Mann, weit in den 80zigern, selbst leidenschaftlicher Leser, sagte mir" dieser Ausdruck ist wohl ein Überbleibsel aus der unrühmlichen Vergangenheit!!, mich hat es aber nie abgehalten, diese sogenannte Schundliteratur denoch zu lesen! Gerade dieser Ausdruck hat mich als Kind neugierig gemacht" Und er lachte laut auf, als er mir erzählte, wie er unter der Bettdecke, mit Kerze ausgestattet( "was hätte da passieren können?") gelesen hat, bis ihm wortwörtlich die Augen zugefallen sind und seine letztes Denken war: Kerze auspusten,"Eselsohr" in die zuletzt gelesene Seite machen und sich darauf freuen, am nächsten Abend weiterlesen zu können.
    Die Zeiten haben sich geändert, aber gelesen wird immer noch sehr viel. Nur bei den neuen Medien, diesen ( habe gerade Werbung von Kindle gesehen,( irgendetwas mit I-Buooks?)da kannste kein Eselsohr reinmachen. Und richtig, Bücher vermitteln eine gewisse Ruhe, Vertautheit, sie verströmen einen eigentümlichen "Geruch" von Neugier, Erinnerung an Ver-
    gangenes, Neugier auf Zukünftiges. Jedes beschriebene Blatt ist einzigartig.
    Unsere Generation hat auf dem Immenhof "lesen" gelernt". Fernsehen war eine Rarität, Radio ebenfalls. Wenn unsere Lehrer und Erzieher "erlebte ?" Geschichten erzählten und aufhörten, um Stoff für die nächste Unterichtsstunde "aufzuheben", haben wir das Gehörte miteinander ausgetauscht, darüber die verschiedenen Ansichten diskutiert --------
    und uns darauf gefreut, weiteres zu hören. So wurde Neugier geweckt, was für ein Impuls fürs Leben!

    Die Bücher von Astrid Lindgren waren und sind immer noch gern gelesen, ich unterstelle einfach mal, das sie psyschologisch( richtig geschrieben?) wertvoll sind; zeigen sie doch die Vielfalt von kindlicher Entfaltung auf.

    Wie Alfons Zitterbacke auf den Immenhof kam, kann ich nicht sagen, würde aber annehmen, das Wolfgang da mitgeholfen hat. Habe auch erst vor einigen Jahren erfahren, das der sommersprossige, gutmütige, aber vom Pech verfolgte Lauser gebürtiger "DDR´ler" war, meine Sympathie für ihn bleibt trotzdem.
    Was ich mich frage: wieso keinen Karl May, war er nicht gebürtig aus Radebeul?

    Die Pippilotta, na die paßt doch bei Dir wie die Faust aufs Auge, Tommy. Kenne ja nun einige Jugendgeschichten von Dir: vielleicht hat Astrid Lindgren doch nicht erdachte , sondern von Dir erlebete, Geschichten beschrieben? Schade, man kann sie nicht mehr befragen.
    Ja, mein Alfons Zitterbacke, ein Junge, der das Herz am rechten Fleck hat, gerne Spaß hat, dem aber alles, was er auch, mit guten Absichten, beginnt, schief geht. Ich kannte nur ein Buch über ihn, aber wie ich jetzt bei Google sah, gibts ja noch und nöcher. Mal sehen, werde mir vielleicht das zuerst Erschienende mal bei unserem Buchhändler bestellen und vielleicht werde ich dann ja ein wenig zurück versetzt in die Zeit, als ich es zum ersten Mal gelesen hab?

    Habe diesen Thread mal durchschnüffelt und stelle fest, das die "Kinder vom Immenhof" immer viel gelesen haben, egal, in welche Richtung, welches Thema, leichte oder schwere Kost, dicke Schinken oder schmale Sparbücher. Ich stellte mir die Frage: welches Buch, das ich als Kind gelesen habe, ist mir in Erinnerung geblieben. Ganz klar sind, weit vorn; verschiedene Karl-May- Bücher, die ich regelrecht verschlungen habe; deshalb bin ich wohl auch heute noch Westernfan. Doch ein Buchtitel begleitet mich seit meiner Immenhofzeit: Alfons Zitterbacke
    Ein Berliner Junge, der, wie soll es anders sein, nur Jux und Dollerei verzapft ( bitte keine Vergleiche mit dem werten schreiber ziehen ), schon allein der Name hat mich immer total zum lachen gebracht.
    Kann sich jemand von Euch noch an sein "Lieblingsbuch" erinnern ?