Leider komme ich etwas spät, hinsichtlich eines weiteren Beitrags zum Thema Feuchtgebiete aus Beitrag 824 und deshalb dieser nun nicht in direkter Folge zum Ersten steht.
Dieser Zweite ist eine Erweiterung zum Ersten, geht nicht nur auf mystiche Erscheinungen ein, sondern darüber hinaus auch auf die Flora eines solchen Areals- Also Pflanzen - bzw. insbesondere den Blumen - die dort zu finden sind und bisher von mir unterschlagen wurden.
Aufgrund meiner Einlassung eines Feuchtgebietes, insbesondere dem eines Moores, weckte dies bei Tommy die Erinnerung an die Ballade vom Erlkönig. Dies veranlasste mich, zu einer Erweiterung meines ersten Berichtes, der im Kontext zum vorherigen Beitrag steht.
Wer musste damals nicht diese Klassiker wie den Erlkönig – sowie Herr Ribbeck auf Ribbeck im Havelland ein Birn-baum in seinem Garten stand... ( von T. von Tahne ) und zu guter letzt die Bürgschaft ( von F. von Schiller ) - Zu Dionys, dem Tyrannen schlich Damon mit dem Dolch im Gewande…- nicht auswendig lehrnen.
Der Erlkönig - ist eine Ballade ( Erzählgedicht ) mit tragischem Ausgang. Darin werden Erscheinungen natürlichen Ursprungs beschrieben und dem damaligen Zeitgeist zufolge, mit mystischen Mächten und Wesen in Zusammenhang gebracht, Geschehnisse nicht natürlichen Ursprungs.
Insofern gehört der Erlkönig, als ein nicht reales Wesen in das Reich der Phantasie und gibt bei mir zu der Spekulation Anlass, ob es sich dabei nicht um einen Herrscher des Waldes ( Erlenwald ) handeln könnte. Diese Frage ergibt sich für mich aufgrund eines weiteren Werkes von Goethe - Dr. Faust – einer Tragödie ( Pakt mit dem Teufel ) und Gretchen ( Grete – die Gottgläubige ). Insbesondere der mit Blut unterschriebene Vertrag zwischen Mephisto und Faust – Blut ist ein besonderer Saft -. Sowie die von mir beschriebene blutende Erle, die deswegen mit dem Satan in Verbindung stehen soll. Sowie das Zerbrechen von Erlenstäben über den Köpfen Verurteilter Diebe ( höhere Macht – der Sieg Gottes über das Böse ), zur Zeit der Entstehung dieser Werke. Das Wort Verbrecher, entspringt dem Zerbrechen der Erlenstäbe – somit weist die Vielzahl an Begriffen für diesen Personenkreis – Räuber, Halunke, Gauner, Dieb usw. Straftäter, neuzeitlicher juristischer Sprachgebrauch – auf eine keltisch germanische Methode der Bestrafung hin.
Würde nicht heute noch, damals der Unwissenheit geschuldet, ein Spaziergang ein Moor, bei einer Vielzahl von Personen nicht ein gewisses Unbehagen und Erschauern auslösen, nicht nur des Nachts und erst recht bei aufkommen-den Nebel und nachhaltig in Erinnerung bleibt. Allein schon die schemenhaften Umrisse einer Gruppe von den urigen Kopfweiden, bei schlechten difusen Lichtverhältnissen, in Gestalt eines menschlichen Körpern erscheinen, dies trifft ebenso auf Buschwerk zu. Dieses ständig glucksende Geräusch, das njcht einzuordnen ist, eines Zersetzungsprozess am Grund eines Moores. Sind die dort entstandenen Faulgase, die zur Wasseroberfläche aufsteigen um dort zu zerplatzen. Zwischendurch der Ruf eines weit entfernt ansitzenden Uhus und der plötzliche nahe Vorbeiflug einer Eule oder Kauzes. Und dann ein wirkliches Phänomen, Lichter die oberhalb der Wasseroberfläche schweben und zu tanzen scheinen, besonders an schwülen Tagen und Nachts gut zu erkennen sind. Diese sogenannten Irrlichter, kurz auf-tauchende Lichterscheinungen, die durch Selbstentzündung der Faulgase ( überwiegend Methan ) entstehen. Ich könnte zwar noch einiges an Besonderheiten anführen, die allerdings wieder in den Bereich der Metaphsyk gehören – Das Seins betreffend – den Glauben ( Aberglauben ) -. Die Auseinandersetzung der Religionen mit der Wissenschaft und deren Erkenntnissen.
Wenn ich bisher die Blumen vernachlässigt und noch nicht einmal erwähnt habe, so hole ich es hiermit nach. Darunter befinden sich wirklich ein paar Prachtexemplare, die in, an und im Nahbereich eines Teiches nicht fehlen sollten. So die Sumpfdotterblume, Mädesüß und nicht zu vergessen die Schwanenblume und Schwertlilie. Im Wasser die Mum-mel, die auch als Teichrose bezeichnet wird, Wasserknöterich, Wasserdost, Krebsscheere, Froschbiss, Sumpfvergissmeinnicht, Blutweiderich, der brennende Hahnenfuß. Auf einer eventuell zur Verfügung stehenden größeren Fläche, das Wiesenschaumkraut. Ebenfalls könnte auch ein Königsfarn, als Solitärpflanze, hier einen geeigneten Standort finden. Übrigens - Die - Blaue Schwertlilie - symbolisiert nicht nur Schönheit und Reinheit. ist in der Heraldik das Zeichen des französischen Königshauses. Ich hoffe, dass ich von Euch einige neugierig gemacht habe und die Eine oder Andere Pflanze demnächst bei Euch zu finden ist.
Seemann – das Nesthäkchen
Schwanenblume Schwanenblume.png Mädesüß Mädesüß.png